Farbtherapie

Dass Farben unser Psyche und unsere Physis beeinflussen können, war bereits vor Jahrtausenden in Ägypten und China bekannt. Auch in der altindischen Chakren-Lehre (die die sieben bzw. zwölf Energiezentren unseres Körpers beschreibt) wird jedem Energiezentrum eine bestimmte Farbe zugeordnet. Die heilende Wirkung von Farben ist heute medizinisch belegt. Dies gilt nicht nur für den Einfluss von Farben auf unseren Gemütszustand, sondern auch auf unseren Körper. So wird die Farb- bzw. Chakra-Therapie auch bei körperlichen Beschwerden wie etwa rheumatischen Erkrankungen, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, neuropathischen Schmerzen und Schlaflosigkeit erfolgreich eingesetzt. Im seelischen Bereich kann die Farb-Therapie gute Dienste bei Nervosität, Stress, Angst und depressiven Verstimmungen leisten.

Jede Farbe besitzt eine eigene spezifische Schwingungsenergie bzw. Wellenlänge, die der Mensch über die Augen, aber auch über die Haut aufnimmt und die unser Nerven- und Hormonsystem unmittelbar beeinflussen. Dies macht sich die Farb-Therapie zunutze. So wird etwa die Farbe Blau eingesetzt, um Entspannung, Ruhe, Stille, Gelassenheit, Freiheit und Tiefe zu vermitteln. Ihre Eigenschaften sind gemäß der medizinischen Farbenlehre schmerzlindernd, kühlend, blutdrucksenkend, antiseptisch, konzentrationsfördernd, nervenberuhigend und wundheilungsanregend. Orange hingegen steht für Optimismus, Lebensfreude, Kreativität, Inspiration, Kommunikation, Offenheit, Erfrischung, Jugend und Selbstvertrauen. Dementsprechend wirkt Orange anregend, hat eine positive Wirkung auf Drüsen, Nieren, Blase und Atemwege, die Adrenalinausschüttung wird gesteigert, die Blutgefäße werden verengt, der Puls wird beschleunigt und die Körpertemperatur erhöht, die Kreativität und Lebenslust werden gesteigert.

Die Farb- und Chakra-Therapie ist dementsprechend eine sanfte und angenehme Behandlung, die vielseitig und stets den Menschen aufbauend und entlastend eingesetzt werden kann.

Übrigens: In Europa war es der Literat und Gelehrte Johann Wolfgang von Goethe, der sich als erster ausführlich mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche beschäftigte. 1810 erschien sein Buch „Zur Farbenlehre“, das er als sein Lebenswerk schlechthin betrachtete und für noch bedeutungsvoller hielt als seine literarischen Schriften.