Medizinische Massage

medizinische-massageDie Massage ist wohl eines der ältesten Heilmittel der Welt. Schon im alten Ägypten und in Persien angewandt, wurde sie 2.600 v. Chr. erstmals genauer vom Chinesen Huáng Dì beschrieben. Auch die Inder und die Griechen können auf eine Jahrtausende lange Geschichte der Massage in ihren verschiedensten Variationen zurückblicken. Franz Kirchberg schrieb 1926 in seinem „Handbuch der Massage und Heilgymnastik“ deshalb so treffend: „Wie jeder Mensch instinktiv eine geschwollene und deshalb schmerzende oder gestoßene Stelle seines Körpers reibt oder drückt und so versucht, den durch die Spannung verursachten Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.“

Heute steht hinter der Bezeichnung „medizinische Massage“ das Berufsbild des ausgebildeten medizinischen Masseurs. Der medizinische Masseur beherrscht verschiedene Massageformen und Maßnahmen der physikalischen Medizin: Je nach Indikation werden auch Elektrotherapien durchgeführt oder es werden Wasser, Licht oder Wärme als Behandlung angewendet. Als Reiz-und Regulationstherapie gehört die Massage in die Hände eines ausgebildeten Therapeuten. Im Unterschied zur klassischen Massage, die gerne als Wellness-Massage bezeichnet wird, wird bei der medizinischen Massage auf das spezielle muskuläre Problem des Patienten eingegangen und es wird meist fester massiert. So wird in den tieferliegenden Muskelschichten eine wesentliche bessere Durchblutung und eine Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe erreicht, der Blut-und Lymphstrom angeregt und damit der gesamte Körper entschlackt und entgiftet. Auch Verspannungen und Verkrampfungen der Muskulatur lassen sich mit gezielter medizinischer Massage lösen. Zusätzlich wird eine psychische Entspannung erreicht und Stresssymptome können gelindert werden.

In meiner Praxis biete ich neben den klassischen medizinischen Massagen und ihren Variationen auch die Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn an. Diese ist ein vergleichsweise junges Verfahren, bei dem man auf sanfte und zugleich kräftige Weise verschobene Gelenke und Wirbel wieder an ihren natürlichen Platz zurück schiebt. Entdeckt bzw. zur „Praxisreife“ gebracht wurde diese Methode durch den Allgäuer Sägewerksbesitzer Dieter Dorn, der mit Medizin nichts zu tun hatte, bis ihn ein Hexenschuss ereilte. Statt zu einem Orthopäden zu gehen, ging er zu einem benachbarten Bauern, der als „Einrichter“ arbeitete. Ein sanfter, gezielter Druck – und Dorn war seinen Hexenschuss los! Das ließ wiederum Dorn nicht mehr los. Er lernte von dem Bauern dessen Techniken und begann, das „Einrichten“ selbst in Zusammenarbeit mit Ärzten vorzunehmen. Nachdem er mehr als 20.000 (!) Patienten erfolgreich behandelt hatte, stellt er seine „Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn“ 1997 erstmals auf einem Kongress vor. Faszinierend dabei: Die Dorn-Methode schützt vor allem das zentrale Nervensystem und das Rückenmark. In diesem Zusammenhang und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass alle Organe, Strukturen und Systeme des menschlichen Körpers in engster Wechselbeziehung stehen, wird diese Therapieform nicht nur bei Hexenschuss, Ischiasbeschwerden und Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates angewandt, wie man annehmen könnte. Die Dorn-Methode eignet sich auch präventiv und akut zur Behandlung bei Erkältungen, Asthma und Husten, Rippenfellentzündung und Lungenentzündung, Bronchitis, Herzen- und Brustbeschwerden, Leber-, Magen-, Nieren- und Gallenbeschwerden, Durchfall und Blähungen, Diabetes, Allergien, Akne, Arterienverkalkung, Rheumatismus, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit, Übersäuerung uvm.

Heute zählt die Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn zu den effizientesten und sanftesten Methoden, eine Vielzahl körperlicher Beschwerden und Leiden mit denkbar einfachsten manuellen Korrekturen zu lindern bzw. ganz zu heilen.